Wiesensüßgräser (Schedonorus pratensis) — Ein traditionelles Weide- und Heugras für nährstoffarme Böden
Wiesenfestuca ist eine der größeren Festucasorten und ein wertvolles traditionelles Weidegras, das sich auch hervorragend als Heugras eignet. Die jüngste taxonomische Forschung hat die Flachblättrigen Festucas – Wiesenfestuca und Hochlandfestuca – in eine eigene Gattung (Schedonorus) eingeordnet, die sich von den feinerblättrigen Festucas unterscheidet. Sie ist eine zuverlässige, standfeste Staude, die besonders auf Böden mit geringer Fruchtbarkeit gut gedeiht, auf denen sich das Rispengras möglicherweise schwer tut.
Verwendung
Für Weide- und Heuproduktion. Ihre breiten, flachen Blätter machen sie zu einer nützlichen Komponente in traditionellen Wiesenmischungen, und sie wächst gut auf nährstoffärmeren Böden, auf denen sie laut einigen Erkenntnissen ohne Stickstoffdünger höhere Erträge als mehrjähriges Rispengras erzielen kann.
Wie lange hält sie?
Eine echte Staudenart mit guter langfristiger Standfestigkeit, die sich besonders für Hochlandweiden und traditionelle Heuwiesen eignet.
Wichtigste Stärken
- Gute Leistung auf nährstoffarmen Böden – kann ohne Stickstoff die Erträge von mehrjährigem Rispengras erreichen
- Breite Blätter machen sie zu einem wertvollen Wiesen-Heugras
- Sehr beliebt bei Weidetieren, wenn sie blattig gehalten wird
- Sehr winterhart
- Lässt sich gut mit Timotheia für langlebige Hochlandweiden kombinieren
Frosttoleranz
Sehr winterhart – zuverlässig in kalten Hochlandwintern.
Ertrag
Vergleichbar mit mehrjährigem Rispengras bei geringer Fruchtbarkeit.
Aussaatmenge
- 12–14 kg/Acre (30–35 kg/ha)
Aussaatzeit
Lässt sich sehr gut mit Timotheia für eine traditionelle, langlebige Hochland- oder Heuwiese kombinieren. Im Frühling oder Frühherbst aussäen, wenn Feuchtigkeit vorhanden ist.
Pflege
Da Wiesenfestuca keine Rispengrasart ist, sollte sie nicht überweidet werden – lassen Sie zwischen den Weidegängen eine Regenerationsphase zu, um Produktivität und Standfestigkeit zu erhalten. Das Gras ist für Weidetiere sehr schmackhaft, wenn es blattig gehalten wird. Es kann auch für Heu oder Silage geschnitten werden, wobei die beste Qualität bei Stängeln entsteht, die vor der Ährenbildung geschnitten werden.
Erkennung der Pflanze
Samen: Dünn und schmal mit einer papierartigen, beigen Farbe und glatter Oberfläche. Etwa 6 mm lang. Rund 500.000 Samen pro kg.
Ausgewachsene Pflanze: Leuchtend grün. Die Blattspreiten sind auf der Oberseite gerippt und auf der Unterseite glänzender. Die Blätter umschließen den Stängel mit langen Blattscheiden. Die Blutzapfen sind mit etwa 1 mm kaum erkennbar, mit kleinen Ohrblättchen, die den Stängel umschließen. Die Ährchen in der Rispe sind rötlichbraun getönt. Pflanzengröße 40–80 cm. Blüte Juni–Juli.
Gut geeignet für
Wiesenfestuca lässt sich natürlich mit Timotheia für eine langlebige, traditionelle Hochland- oder Heuwiese kombinieren – eine klassische Kombination für Dauerweiden und Naturschutzgrünland.